KH aus München

"Liebe Astrid,
ich habe KH interviewt, er war zum Zeitpunkt des Mauerfalls mit seiner Familie in Saint Tropez, Südfrankreich.
Am Abend des Mauerfalls sah er im französischem Fernsehen Bilder aus Berlin, wie Menschen die Mauer stürmten und zerstörten.
Da er die französischen Kommentare nicht verstand, befürchtete er einen Aufstand und verbrachte eine sehr

unruhige Nacht, immer in der Befürchtung einer Invasion der Sowjets zur Rettung der DDR und damit Krieg!
Am nächsten Morgen ganz früh ging er sofort los, um eine deutschsprachige Zeitung zu kaufen (Neue Züricher Zeitung) und erfuhr so mit grosser Erleichterung und Freude vom friedlichen Fall der Mauer.
Im März des nächsten Jahres besuchte

er dann seine Kindheits-Freunde im ehemaligen "Ostteil Berlins", die er früher nur unter grosser Geheimhaltung und Schwierigkeiten und "gaaanz zufällig" besuchen konnte, da die Frau eine sogenannte "Geheimnisträgerin" in der Funktion einer Aussenhandelsdelegierten war.
Von diesem Treffen brachte er eben dieses Mauerstück mit.
So, meine Liebe, das wars, viel Spass beim Zusammentragen der Geschichten, alles Liebe ANNE".


Eingesandt von Astrid Cantu, Zehlendorf, deren Freundin Anne Priefer wiederum einen Resegefährten (KH) in Chile nach seinen Erinnerungen befragte.